Tofu zubereiten – so gelingt dir vielseitiger, aromatischer Tofu für jede Küche
Tofu ist eines der vielseitigsten Lebensmittel überhaupt und lässt sich in unzähligen Rezepten einsetzen. Ob knusprig gebraten, sanft im Ofen gegart oder als cremige Basis für Saucen – richtig zubereitet überzeugt Tofu mit Geschmack, Textur und Anpassungsfähigkeit. In diesem Ratgeber von POTLUCK erfährst du Schritt für Schritt, wie du Tofu zubereiten kannst, welche Tofusorten es gibt und wie du mit einfachen Tricks und den passenden Gewürzen das Beste aus ihm herausholst.
Einführung: Tofu verstehen und richtig einordnen
Was ist Tofu überhaupt?
Tofu wird aus Sojabohnen hergestellt und entsteht durch das Gerinnen von Sojamilch. Anschließend wird die Masse gepresst und erhält so ihre typische Form und Konsistenz. Er ist geschmacksneutral, eiweißreich und zählt zu den beliebtesten pflanzlichen Lebensmitteln. Gerade weil Tofu von Natur aus einen sehr milden Eigengeschmack hat, eignet er sich hervorragend dafür, Aromen aus Marinaden, Gewürzen und Saucen aufzunehmen. Genau das macht ihn in der Küche so vielseitig einsetzbar.
Warum ist die richtige Zubereitung von Tofu so wichtig?
Tofu richtig zuzubereiten ist entscheidend dafür, ob er saftig, aromatisch und angenehm in der Konsistenz wird oder eher fad und wässrig schmeckt. Eine häufig gestellte Frage ist, wie man Tofu am besten würzt und zubereitet, um den Geschmack deutlich zu verbessern. Ohne Vorbereitung wirkt Tofu schnell langweilig. Erst durch Pressen, Würzen, Marinieren und die passende Garmethode entfaltet er sein volles Potenzial. Je nach Zubereitungsart kann Tofu knusprig gebraten, zart gebacken, sanft gegart oder kalt weiterverarbeitet werden. Die richtige Technik macht den Unterschied zwischen einem einfachen Lebensmittel und einem echten Genuss.
Welche Tofuarten gibt es und wofür eignen sie sich?
Es gibt verschiedene Sorten Tofu, die sich deutlich in Textur und Verwendung unterscheiden. Die häufigsten Tofusorten sind allerdings Naturtofu, Räuchertofu und Seidentofu. Naturtofu ist die klassische Variante und ideal zum Braten, Backen oder Marinieren, da er Aromen besonders gut aufnimmt. Räuchertofu bringt bereits eine kräftige, herzhafte Note mit und eignet sich hervorragend für Pfannengerichte, Salate oder als Fleischalternative. Er braucht auf Grund seines starken Eigengeschmacks oft weniger Würze. Seidentofu ist sehr weich und cremig und wird vor allem für Saucen, Desserts oder Dips verwendet. Die Wahl der passenden Tofuart ist entscheidend dafür, dass dein Rezept gelingt und die gewünschte Konsistenz erreicht wird. Unseren Artikel über Räuchertofu findest du hier.
Tofu vor dem Kochen vorbereiten
Bevor du Tofu zubereitest, solltest du ihn aus der Verpackung nehmen und kurz unter fließendem Wasser abspülen. Anschließend wickelst du den Tofu in Küchenpapier und drückst ihn leicht aus, um überschüssiges Wasser zu entfernen. Dieser Schritt ist besonders wichtig, wenn du Tofu knusprig braten möchtest, da Feuchtigkeit eine schöne Bräunung verhindert. Schneide den Tofu je nach Rezept in Würfel, Scheiben oder Streifen und lege ihn kurz auf einen Teller, damit er weiter abtrocknen kann. Eine gute Vorbereitung ist die Grundlage für Geschmack und Konsistenz.
Tofu marinieren – Geschmack aufbauen
Tofu marinieren ist eine der effektivsten Methoden, um ihm Geschmack zu verleihen. Essig und Orangensaft können als Zutaten für Marinaden verwendet werden, um dem Tofu eine fruchtige und säuerliche Note zu verleihen. Curry ist eine aromatische Gewürzmischung, die sich besonders gut zum Marinieren von Tofu eignet. Eine Marinade aus Sojasauce, Essig, Orangensaft, Knoblauch, Ingwer, Chili sowie Salz und Pfeffer sorgt dafür, dass der Tofu aromatisch und saftig wird. Der Vorteil von Tofu ist, dass er je nach Marinade und Gewürzen sehr vielseitig im Geschmack ist. Die Marinade sollte vor dem Einlegen des Tofus gut vermischt werden. Es wird empfohlen, bei der Marinade auf Öl zu verzichten, damit die Aromen besser in den Tofu eindringen können. Am besten gibst du den geschnittenen Tofu zusammen mit der Marinade in einen Gefrierbeutel oder eine Schüssel und lässt ihn mindestens 30 Minuten, idealerweise über Nacht, ziehen. Tofu kann auch in einer Mischung aus Gewürzen und Stärke mariniert werden, um beim Braten besonders knusprig zu werden. Je nach Rezept ergibt eine 200g-Packung Tofu etwa zwei Portionen mit rund 15g Protein pro Portion. Je länger die Marinierzeit, desto intensiver der Geschmack. Wichtig ist, den Tofu vor dem Garen gut abtropfen zu lassen, damit er nicht wässrig wird. Hierzu haben wir auch noch einen ausführlichen Artikel für dich geschrieben. Dort findest du weitere Tipps & Tricks für leckeren Tofu.
Tofu pressen – wann ist es sinnvoll?
Naturtofu enthält relativ viel Wasser, was das Braten erschweren kann. Durch das Pressen wird überschüssige Flüssigkeit entfernt, sodass der Tofu später knuspriger wird und Marinaden besser aufnimmt. Du kannst ihn dafür in ein sauberes Küchentuch wickeln und mit einem Gewicht beschweren oder eine Tofupresse verwenden. Nach etwa zehn bis fünfzehn Minuten ist der Tofu bereit für die weitere Zubereitung. Räuchertofu muss in der Regel nicht gepresst werden, da er bereits fester ist.
Kann man Tofu roh essen?
Ja, Tofu kann grundsätzlich roh gegessen werden, da er bereits verarbeitet ist. Besonders Seidentofu eignet sich für den rohen Verzehr, etwa in Desserts oder Smoothies. Naturtofu schmeckt roh allerdings sehr neutral und entfaltet sein Potenzial erst durch Würzen und Garen. Aus geschmacklichen Gründen empfiehlt es sich für Tofu-Liebhaber daher, ihn zumindest kurz zu braten, zu marinieren oder anderweitig zuzubereiten.
Tofu richtig zubereiten: Verschiedene Optionen
Tofu braten – knusprig und aromatisch
Tofu braten ist eine der beliebtesten Zubereitungsarten. Erhitze etwas Öl oder Sesamöl in einer Pfanne und gib den, in kleine Würfel geschnittene Tofu, hinein, sobald sie heiß ist. Die Wahl des Öls ist wichtig beim Braten von Tofu, da hitzebeständige Öle wie Sesamöl empfohlen werden. Für eine besonders knusprige Oberfläche kannst du den Tofu vor dem Braten leicht mit Speisestärke bestäuben. Tofu kann auch in einer Mischung aus Stärke und Gewürzen gewälzt werden, um ihn besonders knusprig zu machen. Brate ihn bei mittlerer bis hoher Hitze, ohne ihn ständig zu wenden. Erst wenn sich eine goldbraune Kruste gebildet hat, solltest du ihn drehen. Gewürzt wird idealerweise erst gegen Ende mit Salz, Pfeffer, Paprika oder Chili, damit die Gewürze nicht verbrennen. Fester Tofu eignet sich besser für Braten oder Grillen, da er weniger Feuchtigkeit enthält.
Für eine knusprige Panade kannst du die Tofuwürfel zuerst in verquirltem Ei wenden, dann in Paniermehl und Sesam. Diese Kombination sorgt für eine besonders goldene und knusprige Kruste mit nussigem Aroma. Alternativ kann Tofu auch in einer Mischung aus Sojamehl, Sojamilch und Gewürzen paniert werden.
Tofu backen im Ofen
Auch im Ofen lässt sich Tofu hervorragend zubereiten. Lege die marinierten oder gewürzten Tofuwürfel auf ein mit Backpapier belegtes Backblech und backe sie bei etwa 200 Grad Umluft für 25 bis 30 Minuten. Wende sie einmal, damit sie gleichmäßig bräunen. Diese Methode eignet sich besonders gut für größere Mengen oder als knusprige Beilage zu Reis, Salaten oder Bowls.
Tofu kochen – sanft garen für Suppen und Saucen
Tofu kochen ist eine schonende Zubereitungsart, die sich besonders für Suppen, Eintöpfe und Gerichte mit viel Sauce eignet. Dabei wird der Tofu nicht knusprig, sondern bleibt weich und nimmt Flüssigkeiten sehr gut auf. Schneide den Tofu dafür in Würfel oder Scheiben und gib ihn gegen Ende der Kochzeit direkt in die Brühe oder Sauce. Wichtig ist, ihn nicht zu lange zu kochen, da er sonst an Struktur verliert. Besonders gut passt gekochter Tofu zu asiatischen Gerichten mit Sojasoße, Ingwer, Knoblauch oder Chilipulver sowie zu Currys und Reisgerichten, bei denen der Tofu das Aroma der Sauce aufnehmen soll. Mit dieser Tofu Zubereitung lassen sich wirklich alle Geschmacksrichtungen abbilden.
Sonstige Zubereitungsarten – vielseitig und kreativ
Neben Braten, Backen und Kochen gibt es weitere Möglichkeiten, Tofu zuzubereiten. Im Wok gegart wird er bei hoher Hitze schnell angebraten und bleibt innen saftig, während er außen leicht gebräunt ist. Auch kalt lässt sich Tofu verwenden, etwa mariniert in Salaten oder Bowls, da er grundsätzlich verzehrfertig ist. Eine weitere Variante ist das Zerbröseln von Tofu, zum Beispiel für vegane Scrambles oder als Hackfleisch-Ersatz in Saucen. Je nach Schnittform, Würzung und Garmethode kannst du den Geschmack und die Konsistenz gezielt an dein Gericht anpassen und Tofu sehr abwechslungsreich in deiner Küche einsetzen. Schau dich auch gerne in unserer Rezeptwelt um, für leckere Tofu-Rezepte.
